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Dienstag, 25. September 2018
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Dienstag, 25. September 2018
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14 Stunden Programm für Demokratie und gegen Rassismus, Diskriminierung, Extremismus

Kollegium und Schülerschaft von Hannover-Kolleg und Abendgymnasium haben sich am vergangenen Mittwoch vom frühen Morgen bis in den späten Abend damit auseinandergesetzt, was es bedeutet, demokratisch und solidarisch miteinander umzugehen - in unserer pluralistischen Gesellschaft genauso wie an unseren bunten Schulen, die ja ein Abbild der vielfältigen Gesellschaft sind, in der wir leben.

Nach einer Begrüßung durch unseren neuen Schulleiter Herrn Menski und die AG „Schule ohne Rassismus" haben Lehrkräfte beider Schulen und externe Referent*innen insgesamt 19 Workshops angeboten.

Dabei wurden auf der Bühne mit Körper, Stimme, Ton und Licht Situationen und Gefühle von Ausgrenzung, Fremdheit und Isolation dargestellt. In anderen Gruppen entstanden spielerisch Strategien gegen Diskriminierung und kreative Plakate mit Visionen einer besseren Welt.

Es gab einen Ausflug zur niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung mit einem digital geführten Stadtspaziergang zu Orten in Hannover, an denen Menschenfeindlichkeit schreckliche Folgen zeitigte.

Schüler*innen und Lehrkräfte ließen sich rhetorisch schulen, um künftig populistische Parolen überzeugend zu widerlegen. Einige informierten sich über aktuelle Erscheinungsformen von Rechtsextremismus, sei es als Lifestyle mit Hakenkreuz oder anhand von Begriffen wie „Ethnopluralismus" oder „Identitäre Bewegung". Andere hinterfragten kritisch „völkischen Nationalismus" und den Begriff der „Menschenrasse" oder erarbeiteten den Zusammenhang von Darwinismus, Sozialdarwinismus, Rassismus und Antisemitismus.

Ganz im Sinne kultureller Vielfalt wurde eine französische Komödie auf Alltagsrassismus untersucht, wie die Römer zur Zeit ihres Imperiums mit anderen Kulturen umgingen oder ein „change of perspective" vorgenommen.

Ebenso bunt und vielfältig wie die Workshops war das Rahmenprogramm mit Extremgrillen bei klirrender Kälte im Sonnenschein, einem reichhaltigen internationalen Buffet, Waffeln und Getränken vom Caféteria-Team. Die Rapperin Sookee aus Berlin besang mitreißend „Queere Tiere", kritisierte in „Q1" nachdrücklich den Rechtsruck in Deutschland und in „Der Schrank" Homophobie. Nach der abendlichen Filmvorführung von „Kriegerin" ging's in der anschließenden Diskussion darum, wie sich eine junge Frau aus ihrem rechtsextremen Milieu zu lösen versucht. 

Damit all die Ideen und Ergebnisse des Projekttags nachhaltig an den Schulen umgesetzt werden, sammelt die AG „Schule ohne Rassismus" jetzt Unterschriften: Wenn 70 Prozent aller Menschen, die am Hannover-Kolleg lernen und arbeiten, unterschrieben haben, beantragt auch das Kolleg den Titel „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" und wird damit Teil des großen deutschlandweiten Netzwerks, in dem bereits 2400 Schulen Mitglied sind - darunter seit 18 Jahren bereits das Abendgymnasium Hannover!

Schule ohne Rassismus

Hannover KollegHannover Kolleg


Das Hannover-Kolleg ist eine allgemeinbildende staatliche Schule für Erwachsene im Zweiten Bildungsweg. Sie wendet sich an Erwachsene mit abgeschlossener Berufsausbildung oder mindestens dreijähriger Berufstätigkeit, die einen höheren Schulabschluss und die Erweiterung ihrer Allgemeinbildung anstreben.

www.hannover-kolleg.de

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