Zeittafel zur Gründung der Bundesrepublik
1947
| 1.1.1947 | Das Abkommen über die Zusammenlegung der amerikanischen und der britischen Zone tritt in Kraft. Durch die Schaffung des vereinigten Wirtschaftsgebiets (=Bizone) soll die im Potsdamer Abkommen vorgesehene wirtschaftliche Einheit Deutschlands wenigstens teilweise verwirklicht werden. Die französische Regierung leistet der amerikanischen Aufforderung zum Beitritt ihrer Besatzungszone zunächst keine Folge, weil sie für eine Dezentralisierung Deutschlands eintritt. Erst am 8.4.1949 wird die französische Zone mit der Biozone zusammengeschlossen. (=Trizone) |
| 25.2.1947 | Auflösung Preußens durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46. |
| 14.3.1947 | Die Ministerpräsidenten der amerikanischen Zone errichten ein deutsches Büro für Friedensfragen. Sitz: Stuttgart. Bereitet Unterlagen vor für die Ende 1947 vorgesehene Außenministerkonferenz, bei der die Friedensregelung erörtert werden soll. Später bearbeitet das Büro aktuelle Fragen (Ruhrstatut, Demontage, Besatzungskosten, Dokumentation über Kriegsgefangene). Am 1.12.1949 Zuordnung zum Bundeskanzleramt, Auflösung am 30.6.1950. |
| 5.6.1947 | Der amerikanische Außenminister George C. Marshall sagt den europäischen Staaten Hilfe beim Wiederaufbau zu. (=Marshall-Plan) |
| 6. - 8.6.1947 | Die einzige Konferenz der Ministerpräsidenten aus allen vier Besatzungszonen scheitert an der Haltung der Ministerpräsidenten aus der sowjetischen Zone. |
| 10.6.1947 | Britisch-amerikanisches Abkommen über die Neugestaltung der zweizonalen Wirtschaftsstellen sieht vor, als oberstes Organ der Bizone einen Wirtschaftsrat einzusetzen. (=Wirtschaftsrat) |
| 25.6.1947 | Konstituierende Sitzung des Wirtschaftsrats in Frankfurt (amtiert bis
9.2.1948). 52 Mitglieder, delegiert aus den Landtagen beider Zonen. Daneben besteht ein Exekutivausschuss, in den jede Landesregierung ein Mitglied entsendet. (=Exekutivrat) |
| 24.7.1947 |
Exekutivrat ernennt Direktoren für 5 Verwaltungen, die am 8. August 1947 ihre Arbeit aufnehmen:
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1948
| Jan. 1948 | Erste deutsch-alliierte Konferenz in Frankfurt; beschließt, die Institutionen der Bizone auszubauen. | ||||||||||||||
| 23.2.1948 | Die Länder bilden den Länderrat als "zweite Kammer" neben dem Wirtschaftsrat. | ||||||||||||||
| 1.3.1948 | Als Zentralbank der Bizone wird die "Bank deutscher Länder" mit Sitz in Frankfurt gegründet. Präsident Wilhelm Vocke. Aufnahme der Tätigkeit am 1. Juni. Die BdL arbeitet unter Aufsicht einer alliierten Bankenkommission mit den Landeszentralbanken der Bizone zusammen. Vorsitzender des Zentralrats: Karl Bernhard. Seit 16.6.1948 beteiligen sich auch die Landeszentralbanken der französischen Zone. Damit ist die BdL die erste Trizonen-Institution. | ||||||||||||||
| 2.3.1948 |
An die Stelle des Exekutivrats tritt der Verwaltungsrat. Dieses oberste Organ der Bizone nimmt Aufgaben einer Regierung wahr.
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| 6.3.1948 | Londoner Empfehlungen: Die Militärregierung soll in den 3 Westzonen durch eine föderative deutsche Regierung abgelöst werden. Grund: Die Westmächte betrachten jede weitere Verhandlung mit der UdSSR als aussichtslos, Einigung mit den Benelux-Ländern auf der Londoner Sechsmächte-Konferenz auf Teillösung in der Deutschland-Frage. | ||||||||||||||
| 2.6.1948 | Schlusskommuniqué der Londoner Sechsmächte-Konferenz. Die Ministerpräsidenten der westdeutschen Länder sollen ermächtigt werden, eine Verfassunggebende Versammlung einzuberufen. | ||||||||||||||
| 21.6.1948 | Währungsreform | ||||||||||||||
| 1.7.1948 |
Die drei westlichen Militärgouverneure übergeben in Frankfurt den elf westdeutschen Ministerpräsidenten drei auf den Londoner Empfehlungen beruhende Dokumente:
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| 8.- 10.7.1948 | Ministerpräsidenten-Konferenz in Koblenz. | ||||||||||||||
| 15./16. und 20./21.7.1948 |
Ministerpräsidenten-Konferenz in Rüdesheim Die Ministerpräsidenten nehmen den Auftrag an. Sie sind von Anfang an bemüht, das Grundgesetz nicht als endgültige Verfassung erscheinen zu lassen. |
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| 10.-23.8.1948 | Ausschuss von Sachverständigen für Verfassungsfragen in Herrenchiemsee arbeitet Richtlinien aus für das "Grundgesetz für den Bund deutscher Länder". | ||||||||||||||
| 1.9.1948 |
Konstituierung des Parlamentarischen Rates in Bonn, 65 Mitglieder
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| 15.9.1948 | Hauptausschuss (Vorsitzender: Carlo Schmid, SPD) und Fachausschüsse des Parlamentarischen Rates werden gebildet. In den 58 Sitzungen des Hauptausschusses werden die eigentlichen Entscheidungen getroffen. Plenum des Parlamentarischen Rates: 12 Sitzungen | ||||||||||||||
| 2.10.1948 |
Gründung des Hessischen Rundfunks. Anstelle der von den Besatzungsmächten betriebenen Rundfunksender werden in der britischen und der französischen Zone durch Verordnung der Militärregierungen und in der amerikanischen Zone durch Ländergesetze Anstalten des öffentlichen Rechts gegründet:
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1949
| 13.2.1949 | Hauptausschuss schließt in dritter Lesung die Arbeit am Verfassungsentwurf ab. |
| 6.-8.4.1949 | Außenministerkonferenz der drei Westmächte in Washington, Verabschiedung des Besatzungsstatus, Abkommen über die Dreimächtekontrolle. |
| 8.5.1949 | Der Parlamentarische Rat billigt in dritter Lesung das Grundgesetz mit großer Mehrheit. (Nein-Stimmen: 6 CSU, Zentr., DP, KPD) |
| 12.5.1949 | Die drei Militärgouverneure billigen das Grundgesetz. |
| 16.-22.5.1949 | Abstimmungen über das Grundgesetz in den Länderparlamenten. (am 20. Mai 1949 im Hessischen Landtag) |
| 23.5.1949 | Der Parlamentarische Rat stellt fest, dass das Grundgesetz durch die
Volksvertretungen von mehr als zwei Dritteln der beteiligten
westdeutschen Länder angenommen worden ist. |


